Word of Mouth @webinale

Außenwerbung ist Spam. Keiner nimmt Sie mehr wahr, siehe Times Square. Christian Wilfer fügt hinzu, dass 37% aller Fernsehwerbung nutzlos ist. Die Marke verändert sich: Sie ist was Menschen über eine Marke denken und fühlen, nicht was das Unternehmen denken will. Sie nutzen Netzwerke aller Arten um zu kommunizieren, zu gründen, zu verändern. MySpace hat 110 Millionen Nutzer und ist damit das acht größte Land der Erde.

Jeder hat seine eigene Show. Ich such mir meine eigenen Nachrichten über meinen RSS feed. Unternehmen haben keine Wahl mehr nicht mit Verbrauchern zu sprechen und nur Werbebotschaften zu senden. Medienleistung findet durch die Nische statt, siehe dem Video des Comcast technicians, dass Gizmodo verlinkt hat.

Wenn die Werbung aufhört zu erscheinen und weiter darüber gesprochen wird lohnt sich Werbung! Ansteckende Produkte müssen emotionale Reaktion hervorrufen. Es muss immer "push" geben. Produkte die selbst für sich Werbung machen. Produkte die nützlicher werden, je mehr man sie benutzt. Produkte die nachhaltig das Leben verbessern. Das Produkt ist das Marketing. Wenn man keine coole Produkte hat, dann biete relevante Inhalte an. Zusätzliche Werte für die Marke schaffen. Oder einfach den Whopper vom Menu nehmen. Word of mouth lässt sich nicht kontrollieren aber beeinflussen und es geht um alle Kanäle.

Online Marketing 2.0 @webinale

Puscher meint im Vortrag, dass der Hype jetzt vorbei ist und es viele verstehen. Da kann ich ein ganz anderes Lied singen. Frank fügt hinzu, dass es irrsinns Verständnissprobleme zwischen Marketing und der IT existieren. Es fängt mit kostenlosen verteilen des Marketingleitfaden mitsamt Rätselraten von viralem Videoclips an. Mittlelweile schauen wir den siebten Clip an, außer einem alle aus dem USA mitsamt dem Obama Girl.

Abnahme der tradtionellen Massenmedien und eine immer größere Anzahl von fragmentierten Zielgruppen. Agenturen Wissen: Sie müssen besser messen und zeigen was an Mehrwert beim viralem Marketing am Ende bei rumkommt. Welches sind die drei wichtigsten Blogs in der jeweiligen relevanten Branche? Die meisten Wissen es nicht. Ein schlechtes Produkt ist einfach schlecht. Ein gutes spricht sich rum. Ressourcen: Lohnt es sich jemanden einzustellen der sich um das Virale kümmert?

Kostenlos ist back, denn digital ist ja günstig. Nennen wir es Fremium! Also die Vorstufe zu Premium. Es geht darum den Kunden etwas kostenlos unterzujubeln um dann erstmal auf den Geschmack des Produkts oder Marke zu kommen. Vorreiter im Social Commerce ist spreadshirt. Es gibt Überlegegungen Wikipedia für Marketingzwecke zu nutzen und Tryvertising nennt er kurz. Generell ein netter Vortrag aber kam eher wie ein ich zeige Dir mal meine Favoriten rüber.

Experte zum Unternehmer @webinale

Es ist wichtig offen zu sein und neu zu beobachten und dabei die Wertung zurückzunehmen. Bei Veränderung schwingt immer Angst mit, man muss mit der Unsicherheit umgehen können. Unternehmer sollten sich spezialisieren aber trotzdem immer wieder aufatmen können um neues aufzunehmen. Auch ein beliebeter Denker von mir ist Heinz von Förster, den Andreas erwähnte: Das Wundern zulassen und interdisziplinär denken.

Von der Kognition zum Tun birgt immer Fehler. Die Wahrnehmung der Fehler und die daraus resultierenden Erkenntnisse sind wertvoller als verkrampfter Perfektionismus. Wer seit einem Jahr an den Texten seiner Webseite bastelt lernt langsamer. Aha: Es gibt viele verschiedene Wahrheiten die zu akzeptieren sind. Altem mit Neuen vernetzen um wieder Neues zu schöpfen. Um nochmal Förster zu zitieren, der sich auch als Supercomputer verstand: "Handle stehts so, dass die Anzahl Deiner Wahlmöglichkeiten - und die deiner Mitmenschen - größer wird."

Blogvermarktung @webinale

Ich habe gerade den Workshop "Vermarktung von Blogcommunities" an der webinale in Karlsruhe beendet. Ich war mir nicht sicher ob drei Stunden inklusive fünfzehn Minuten Pause zu lange für einen Workshop sind. Am Ende war es meines Erachtens sogar besser weil mehr Zeit fürs Detail und Gespräche blieb.

Einer der Kernaussagen: Nur 1% der Onlinewerbebudgets fliesst in Social Media und Blogs, es gibt noch viel Auklärungsbedarf. Wichtig war herauszustellen, dass die Eigenvermarktung eine größere Herausforderung ist als die Netzwerkvermarktung, denn Akquise ist ein Vollzeitjob. Weiter habe ich die Werbeformate von mokono vorgestellt die sich deutlich von blinden Bannerformaten unterscheiden - Werbung in Social Media funktioniert anders.

Wer Lust hat kann das pdf herunterladen. Btw, die webinale läuft unter der Domain "createordie.de". Das Nummernschild von New Hampshire schmückt sich mit "live free or die".

Quoten, Klicks und Staub

Um 23.35 kurz vor dem Tanz in den Mai “erlauben-sich-ard” ein Pseudoreportage zur Rechtfertigung ihrer Internetexpansion mitsamt Weicheifragen von Thomas Leif. Der andauerende Machtkampf zwischen Verlegern und den Öffentlich-Rechtlichen steht exemplarisch für die Anpassungsfähigkeit deutscher Medien, vor allem im Web.

Steffen sacht zurecht, dass es mehr Berichte über den staubigen Wandel geben muss damit die Nutzer die Versäumnisse besser verstehen. Der Ansatz von Leif, der unter anderem den Lobbyismus in Deutschland notwendigerweise beleuchtet, als Leitreporter ist die Verleger als grosse Fische darzustellen, die den Öffentlichen mit ihrer Lobbyarbeit Steine in den Weg legen. Thomas bloggt passend,

Es war ein voreingenommenes Bejubelungsstück der öffentlich-rechtlich subventionierten Privatsender. Dazu gehört es auch den Antichrist aller TV-Magazinmacher zu verdammen: Profite. Nie macht jemand Gewinne, es sind immer Profite, das klingt ekliger. Und wer Profite machen will, der ist böööööseeeeeee. Die ARD will keine Gewinne machen. Pardon, sie darf ja praktisch nicht. Sie also ist guuuuuuut.

Leif, Chefreporter des SWR, fällt immer wieder als verstaubter Selbstwiderleger auf oder gar als Blogversteher. Er sorgt sich um die GEZ-Schaafe der Zukunft, immer weniger Jugendliche schalten den SWR ein. Wir brauchen mehr Berichte über ihre Berichte und regelmäßige Leistungsnachweise sowie die Prüfung der gesellschaftlichen Relevanz. Ich will nicht in 5 Jahren hören, keiner wusste von dem ganzen Staub. Hey, sogar die FAZ begründete vor nicht allzu langer Zeit, dass Sie keine Bücher im Rad lesen als Argument dafür, dass nur Printabos auf faz.de zu holen waren. Das war 1999!

Geld verdienen @republica

Sascha, Thomas, Robert und Remo diskutieren das Thema: Knete und Blogs. Erstmal gibts Fragen an Don. Er verdient unmittelbar mit Blogs und wenn eine Kampagne von adical läuft. Don schreibt auch für die Welt Debatte und ist eigentlich zufrieden mit der Unterstützung, obwohl internes geplauder vom Unternehmen ein Nischnisch ist.

Robert verdient mit Werbung ganz ordentlich: ca. 3.000 bis 3.500 monatlich. Microsoft hatte sogar kürzlich zuviel Geld über und schiebte es auf sein Konto. Er schreibt auch zimelich offen über seine Verdienste und hat versucht, dass seine Leser für Ihn Kunden akquirieren, ist noch in der Entwicklungphase, bis jetzt ist noch viel bei rumgekommen.

Trigami ist ein Marktplatz mit 4.000 Bloggern im Netzwerk. Kerngeschäft ist der bezahlte Blogeintrag; sind aber in die Breite gegangen als Freelancerschwimmbad. Blogger melden sich an und suchen sich ein Thema zu einer laufenden Kampagne aus. Remo merkt an: Der Review ist ein Marktforschungstool für Kunden, auch wenn es negativ ist.

Adical ist der erste deutsche Blogvermarkter, gibts seit einem Jahr und Sascha sacht, dass es eine solche Firma geben muss und bestimmte Blogs sich refinanzieren müssen. Adical will Anprechspartner für Agenturen sein und hat letztes Jahr 250.000 Euronen Umsatz erzielt. Auslastung ist eine Herausforderung und meistens buchen Kunden lieber gezielter als die Gesamtheit des Netzwerks. Neuigkeitsbonus ist vorbei und präzisieren der Zielgruppe ist angesagt.

[Keep on truckin...]

Take Back the Local @republica

Tag 2 auf der republica. Sean Bonner von Metroblogging über lokale Medien im Netz. Vor 10.000 Jahren gab es ja nur das Lokale. Hey und irgendwie kann damit Geld verdient werden. Aber: Die Wahrnehmung war trotzdem eine Herausforderung. Zeitungen haben sich konsolodiert und syndizierten Ihre Inhalte um Geld zu sparen. Alternative Wochenzeitungen wie Seven Days sind eine Lösung in Amerika, nur, sie produzieren aber sichere Inhalte.

Dann kam das Internet! Alle kommnuzierten miteinander über Ihre Computer, und auch über Blogs. Mehr Macht für den Einzelnen und die Möglichkeit von einer breiten Masse gehört zu werden. 60 Städten weltweit mit 700 Bloggern. Sean Bonner erklärt die Schnelligkeit seiner Metblogs und, dass ihre Blogger per Handykamera und Texte über Entwicklungen hautnah berichten, Themen die Nachrichtenorganizationen regelmäßig verschlafen.

AOL versuchte es mit einem New Orleans Blog ihre Idee zu kopieren. Sie habe Leute eingestellt und befohlen zu schreiben, die Seite ist mittlerweile tot. Das Gleiche mit der LA Times. Sie machen es ein Stück weit besser, aber Sie haben den Community- und Leidenschaftsansatz nicht verstanden.

60% der Blogosphäre

Wenn man das deutsche Internet abdecken will bucht der affine Planer auf web.de und T-Online, das sind 60% Abdeckung. Immernoch sucht der Planer nach Lösungen die zerstückelte Blogosphäre zu buchen. Die Herausforderung einer Blogbuchung ist inhaltlich im richtigen Umfeld zu sein. Im Grunde genommen sind Blogs nur ein Format, dass aber enorme Freiheiten in der Art der Kommunikation ermöglicht, nur müssen es mehr als blinde Banner sein um dem Format gerecht zu werden - der Mehrwert liegt woanders.

Als das gedruckte Papier vor 100 Jahren lernte sich von politisch getriebenen Zeitungen und Meinungseierei das Umfeld der Objektivität zu erschliessen wurde die Presse ein veritables Geschäftsmodell. Das Blog ist ein Format, wie eine Zeitung auch, letztendlich sind es die Menschen die dahinter stecken und etwas sinnvolles in der Produktion und der Filterfunktion erkennen.

Blogs müssen sich gebündelt mit ihrer Multisubjektivität hervorheben, gerade weil viele sich leidenschaftlich für ein Thema interessieren und aus intrinsicher Motivation bloggen. Für meinen Vater ist die Suche nach den Perlen und nach Themen ein ungelöstes Problem: Wo fange ich an? Don bringt das Thema wieder in die Runde: Blogportal als Startschuss in die Blogosphäre. Es existieren keine Blogs die es mit etablierten Webportalen aufzunehmen können. Wenn schon 60% der Akademikerinnen keine Kinder kriegen und 60% der Bevölkerung E-Mail für private Zwecke nutzt, Brief ist tot, kann dann 60% der Blogosphäre erreicht werden?

Tomorrow Rerelaunch

Erst kommt die gesamte Bild nach Berlin, dann Tom Cruise und Brad Pitt. Jetzt auch noch Tomorrow. Sie soll maskuliner, eigenständiger und größer werden. Ein 12-köpfiges Team bereitet die März Ausgabe, die am 21. Februar am Kiosk erscheint, munter vor, unter anderem Jan Tißler, der als Redakteur arbeitet; sein Podcast ist sehr empfehlenswert. Turi berichtete im Juni schon.

Es fehlt meines Erachtens immernoch ein schlagkräftiges Magazin über digitale Kultur, Trends und Essays in deutscher Sprache, ein Hauch von Wired Tschermani muss wehen. Meistens sind solche Versuche zu techniklastig und weniger zukunftsorientiert. Wenn Tomorrow mehr als eine Tips und Tricks Publikation sein will, muss sie sich gesellschaftsfähiger gestalten. Oder vielleicht mal den Titel ändern: Morgen.

Liebling, wieviel Millimeter?

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Heute am Hauptbahnhof mal verpackt gesichtet. Nach langem Blättern kommt Text und mein Neffe würde sich schwer tun sie zu tragen. Tipp an Fifteen Minutes, macht sie kleiner, feiner und leichter, dann könnt Ihr Eure Druckkosten senken und unentschlossene Käufer gewinnen. Oder rechnet Ihr Eure Anzeigen in Millimeter? Schön drunter platziert ist Bang Bang Berlin, nicht der sondern ein englischsprachiges Magazin mit Erfahrungsberichten von meist zujezogenen Ausländern. Print is not dead.

Web Zwei Null Marathon

Von der Unkonferenz mit hohem Wissensaustausch zur sterilen und lageplanverwirrenden Web 2.0 Expo mitsamt Seminaren und Keynotes war vom 3. bis 8. November die Hauptstadt webpauered.

Der Dokumentationseifer mit dem alles erdenkliche im Netz kommuniziert, getippt, fotografiert und gefilmt wird, war überall präsent. Die Technologie ist wie Luft erklärte Don Tappscott in der Abschlussrede auf dem Messegelände. Er meinte damit seinen Sohn, der ihm ein hochauflösendes 3D Bild vom Mars auf seinem Computer zeigte. “Ich schau durch diesen Hubble Teleskop glaub ich.”

Auf dem Barcamp zeigte Markus einige Beispiele politischer Kampagnen im Netz. Überraschenderweise sind Mailinglisten immernoch ziemlich effektiv, gerade was die Partizipation angeht. Und eine technsiche Plattform ist kein Garant für eine hohe Teilnahme, yup.

Eine Kommunikationsplattform auf die ich sehr gespannt bin ist die Republic of Ideas. Hab mich mit Fabian über seine Idee unterhalten; Anfragen von Geldgebern gibt es schon. Sie ist gedacht für Kreative die ihre Idee anstatt ihr Profil à la Xing vernetzen wollen. Ok, Ideen kann man klauen, ja, aber es muss ja nicht die komplette Idee in der Online Republik sein. Nutzer heissen logischerweise Citizens und Freunde sind Nachbarn.

[Keep on truckin...]

Grün und Gesund mit Geld

Duschen statt baden. Wärme nutzen. Mal die Treppe nutzen. Keine Erdbeeren im Winter. Heute startete der Prelaunch von IVYworld.de, einer Community-Plattform für sogenannte LOHAS, es sollen angeblich ganze 21 Millionen in Tschermani rumlaufen. Momentan suchen sie Ideen für eine bessere Welt bevor im November das Ganze offiziell startet. Ganz schön bunt siehts aus und über den schwarzen Hintergrund im November kann man auch streiten. Zumindest als Zielgruppe sind Umweltlifestylisten durchaus attraktiv.

Nutzergeneriertes Mainstream

Beckham schaffte es im August über 66,237 ins Giant Stadium in New York zu locken, wohl eher um eine Performance zu sehen als um des Soccerwillens. Über 700% mehr Merchandise sind bei der LA Galaxy verkauft worden, thanks to Becks.

Bevor Vicki ihre Zelte mit der Nr. 23 in LA aufschlug, schlummerte die MLS im Nischendasein, ohne Glamour und mit der Relevanz eines TSG Hoffenheim. Die Galaktischen verpassten die Playoffs und Beckham spielte dank Verletzungen nur 252 von möglichen 1620 Minuten. Erst im April 2008 wird er wieder locken können.

Blogs in Tschermani geht es ähnlich. Die meisten haben es schon irgendwie gehört aber der Durchbruch ins Mainstream blieb zumeist noch aus. In den USA sind Verlage wie Gawker und Dienste wie Technorati durchaus erfolgreich, mit Werbung und Augäpfeln. Vor allem Blogs à la Bunte oder TechCrunch mischen im Nachrichtenökosystem ganz oben mit. Dienste leben von den Inhalten der Blogger und Verlage stillen den Informationshunger der Leser.

Wahrscheinlich brauchen wir mehr als ein BILDblog, was durchaus ein sinnvolles Metadasein führt, doch der grosse Glamour fehlt. Ein Blog das die Politbühne mit einer scharfen und ironischen Zunge begleitet würde durchaus den Mainstream erreichen können. Vielleicht wollen die meisten Nutzer gar kein Mainstream und geniessen ein Nischendasein mit dem auch ordentlich Geld verdient werden kann. Je länger die Nische wächst wird sie relevanter für den Mainstream. Bis April 2008 ist noch viel Trainingszeit.

Fliegende Zahlen

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Anzeigen im Web können schön mitten in die Fresse sein. Der sogenannte Dhtml layer ist quasi nichtignorierbar. Umsomehr sind fliegende Zahlen in der Netzeitung. Zumindest ist mehr Interesse an der Werbebotschaft geweckt, auch wenn die Zahlen vom Nutzer nicht abzustellen sind.

GEZ, SZ und SWR!

Die öffentlich-rechtliche Justiz, eher gesagt die der SWR schafft es die SZ unter Druck zu setzen und einen Bericht aus dem Online-Angebot zu löschen. Grund: Udo Vetter wird im Artikel zitiert, dass die Rundfunkgebührenbeauftragte keine hoheitlichen Befugnisse haben und Fragen von den GEZlern von Verbrauchern nicht beantwortet werden müssen. Wortklauberei!

Erstens, bleibt die freie Meinungsäußerung auf der Strecke und stellt ein Glaubwürdigkeitsproblem in der Berichterstattung über die Haupteinnahmequelle der Öffentlichen dar. Zweitens haben Freiberufler weniger Macht als Festangestellte. Und drittens ist es ein Engriff in die Privatsphäre der Verbraucher.

Gegenbeispiel. Stell dir vor die SZ würde bei ihren Anzeigenkunden vor der Tür stehen und mit dem Einwohnermeldeamt zusammenarbeiten um herauszufinden wer sich an- und abgemeldet hat. Noch besser, ein Anzeigenmitarbeiter klingelt bei einem Kunden und droht mit einem Privatdetektiv. Hat sich die GEZ schon erlaubt. Und dann wird ein Rechtsanwalt der SZ eingeschaltet um sogenannte "sachliche Fehler" in einem Bericht des SWR, der über dubiose Methoden der Anzeigenabteilung berichtet und dann wegen Justizdruck gelöscht wird!

Nicht zu vergessen, die GEZ-Profiteure dürfen immernoch fleissig Werbung schalten, aber das ist ein ganz anderes Thema. Ich bin immernoch der Meinung, dass wir nicht mehr als 10 Euro im Monat an die GEZ abdrücken sollten. Die Grundversorung bleibt damit erhalten, denn Anne Will brauch keine 100 Mitarbeiter, ihr Blog wird sogar fleissig von anderen geschrieben.

Eine geht noch

Heute erscheint meine letzte Themenzeitung, die sechste in zehn Monaten, im Frankfurter Blatt mit Weltruf. Diesmal sind es 16 Seiten zum Thema Franchising. Damit endet meine Reise erstmal in der gedruckten Tagespresse. Schon bald gibt es neue Herausforderungen in meiner digitalen Heimat. Ich habe das Medium Print sehr zu schätzen gelernt und einen guten Einblick in die Herausforderungen der Tagespresse gewonnen. Veränderungen sind dringend nötig. Auch wenn die Auflagen der Tageszeitugen schleichend stagnieren oder fallen, mit gezielter Akquise neuer Leser und besserem Verständiss junger Mediennutzung ist die Zukunft gesichert. Und transparent gestaltete Themenzeitungen sind eine Bereicherung für die Zeitungen und ein attraktives Umfeld für Werbekunden. Noch besser wenn sie es auslagern, dann bekommen sie Geld und Inhalte, was will man mehr?

Fickst Du Meine Stadt, Fick ich Deine Stadt

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Zitty, Tagesspiegel Leser und Wowereit suchen seit längerem nach einer neuen Kampagne für Berlin. Zugezogene schätzen den inklusiven und kosmopolitischen Lebensstil der Stadt. Ich bin 16 Mal in meinem Leben umgezogen und keine andere Stadt hat mich herzlicher empfangen, mein Lieblingsslogan: Berlin, Du stehst auf der Gästeliste. Keine andere Stadt in Deutschland ist größer, bunter, zukunftsliebender und offen für neue Ideen und Menschen. Und als Präsentationsfläche dient sie immer wieder, gerade wenn es um Großstadtkomplexe und Neo-Biedermeier Trends aus Hamburg oder München geht. Andererseits bleibt Berlin wirtschaftlich und international ein Weltstadtzwerg; das macht die Pionierlandschaft gerade so attraktiv. In zehn Jahren lamentieren alle über die schleichende Kommerzialisierung und vermissen das unfertige Berlin - hoffentlich nicht!

Jazzanova at Tape

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Oh, there is another fair I nearly missed: Popkomm. At least I am heading out to Tape where Jazzanova is playing. Actually it's a 10 year celebration of their label Sonar Kollektiv.

Bürgerentscheid über Parkraumwucher

Es tut sich wieder etwas in Berlin. Bürger entscheiden direkt über die Ausweitung von Parkgebühren. An diesem Sonntag sind die Charlottenburger dran und kämpfen gegen den Parkraumwucher. Es ist mittlerweile die zweite nach der Umbennung der Kochstrasse in F-Hain/Kreuzberg; ich war bei der Wahlparty und habe es vertont. Wir brauchen mehr davon. Es müssten nationale Bürgerentscheide möglich sein: Thema Öffentlich Rechtliche Gebührenerheber, aka GEZ.

Öffentlich Rechtliche Digitalia

Wir sollten die Öffentlich-Rechtlichen ruhig ins Web 2.0 lassen, es steht für jeden offen. Nur, warum sollten sie ein Geschäftsumfeld bieten sowie Mercedes Bunz beim ZKM fordert?

Grundlegende meritokratische Änderungen bei ARD und Co. sind dringend nötig - Anne Will hat 100 Mitarbeiter und einen Geister-Blog!! Einerseits mehr Transparenz für Leistungsnachweise und halbjährliche Bürgerentscheide über die gesellschaftliche Relevanz der Programme.

Ich habe immernoch nicht verstanden wer das Gesetz veranlasst hat, dass Sie von gesetzlichen Rundfunkgebühren leben und gleichzeitig Werbung eintreiben? Eine Frechheit. Komischerweise sind es Politiker die den Ausbau vom ZDFTheaterKanal und EinsPlus massgeblich unterstützten. Wo wir wieder beim Thema Glaubwürdigkeit angelangt wären.

Ich bin ja grundsätzlich für eine Grundversorgung. Nur brauchen wir keine Gebühr von Euro 17 um den Gebührenertrag von 5,22 Mrd. allein für die ARD zu finanzieren, sondern maximal 10, wenn überhaupt. Die Digital-Sender des ZDF berappeln schon 57 Mio. Schon mal auf dem Dokukanal gewesen?

Und bitte liefert kein Geschäftsumfeld. Dann liefern uns Juristen oder Lehrer BesserwisserVZ wo Experten auf Einladung Ihr Profil hochladen dürfen - wir lieben es als Deutsche von oben geführt zu werden. Nur Eigeninitiative und Unternehmertum ist eine Einstellung und kein Umfeld oder Gesetz, dass veranlasst werden kann. Trotzdem liefert Christiane interessante Alternativen im juristischen Deutsch,

Diese finanzieren sich ausschließlich über Werbung, sind also auf sie angewiesen. Doch wäre das nicht auch eine Option für die Öffentlich-Rechtlichen? Das verbietet die Verfassung. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk nimmt nämlich den Auftrag wahr, die Bürger mit einem ausgewogenen Programm zu versorgen (Grundversorgungsauftrag). Eine Anpassung des Programms mit Rücksicht auf Werbeeinnahmen widerspricht dieser Stellung.

Plus X Minus Glaubwürdigkeit

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Einige der Siegerprodukte gibt es bisher nur als Prototypen und trotzdem befand die Jury sie für würdig, das Siegel für besonderen “Bedienkomfort” zu erhalten. In dieser Kategorie wurden auch drei Kameraobjektive prämiert, die alle vom selben Hersteller stammen und sich in ihrer Bedienung nicht von jenen anderer Marken unterscheiden.

Computerbilds Enthüllung der unseriösen Plus X Awards zeigt schön die Käuflichkeit von Aufmerksamkeit. Unabhängigkeit ist mit Siegeln lange nicht gewährleistet. Verbände wie die IHK reden laut über Ihre Neutralität oder Objektivität, nur sind es oftmals nur versteckte Lobbyisten. Das Thema Käuflichkeit der Presse ist nichts neues. Mehr über die Plus X Schiebung beim CIO Weblog.

Der Ideengenerator

Über Unternehmerkultur in Deutschland könnte ich eine Doktorarbeit schreiben, ist auf meiner Lebensliste. Ohne die fleißigen Tüftler und Exporteure von Maschinen wäre die Wirtschaft schon längst auf 0,1% Wachstum geschrumpft. Es wird ja immer schön das Land der Ideen propagiert, nur fehlt es an gesellschaftlicher Akzeptanz für verrückte Ideen und Risikobereitschaft. Und die achso geliebte Sicherheit und bevorzugte Angestelltenverhältnis limitiert das enorme Potenzial deutscher Wertarbeit und die praktischen Erfahrungen als Wiederaufbauweltmeister. Dazu bietet sich als erster Schritt der Ideengenerator an. Ich werde schon bald einen lustigen Flimmerkasten starten, wurde mir zumindest empfohlen.

Upgradr Jetzt Online

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Endlich kannst du im handumdrehen deine Seite aktualisieren. Mit Upgradr gibt es jetzt die Lösung. Kein PHP oder MySQL, jetzt nur noch ein paar Klicks. Jetzt brauchst du dir keine Gedanken darüber machen, was deine nächster Blog-Eintrag sein wird, Upgradr macht alles für dich.

Plogbar im Metaversum

Heute Abend im Metaversum ist das fünfte Plogbar Treffen in Berlin. Ich war beim ersten Treffen im Sanatorium, diesmal in der Rungestrasse 20. Metaversum hat zwei neue Plattformen in der Mache: Yumondo und Twinity. Markus hat schon gute Geschäfte abgewickelt und zufälligerweise hat Metaversum den re:publica Wiki für Ihre Marketingstrategie gespiegelt. Naja, heute Abend dann mit Würtschen und Bier.

Evolutionär Obsolet?

Wenn Männer sich nicht mehr fortpflanzen, haben sie aus Sicht der Evolution keine Daseinsberechtigung mehr. Außer, fügen die Autoren hinzu, der Mann findet eine Methode, sich anderweitig nützlich zu machen.

Nach einer Studie von Lahdenperä, die an der Universität von Turku in Finnland über Evolution der Großväter forscht. So ganz daneben liegt Frau Lahdenperä sicherlich nicht, nur die Studie bezieht Daten aus dem 18. und 19. Jahrhundert in Finnland, obwohl Eckart Voland von der Uni Giessen zustimmt,

Die Evolution hat offenbar eine genuine Großmutterrolle hervorgebracht.

Zwei Gegenthesen aus meinem Leben: Ich kenne zwei Männer über 65 im familiären- und Bekanntenkreis welche mehr karrierefördernde, finanzielle und spirituelle Unterstützung bieten als meine Großmütter jemals getan haben. Und einer ist monogam und der Andere hat immer jüngere Partnerinnen. Beide sind Vorbilder und starke Stützen.

Entweder wir leben nach, was männliche Hollywoodstars uns vorleben - bis ins hohe Alter immer weiter fortpflanzen, mit immer neuen, jüngeren Partnerinnen. Oder wir bleiben monogam und treu bis ins Alter. Dann aber sind wir als Greise evolutionär obsolet.

Nicht zu vergessen, meine Oma backt tolle Rosinenkuchen und ist 1A, nur habe ich Bedenken über alte Daten, finnische Verhältnisse und einfache Schlussfolgerungen. Und ich kann es mir nicht verkneifen: Totgesagte leben länger.

Was macht eigentlich WatchBerlin?

Seitdem Investoren im goldenen Weststaat keine Probleme mit hohen Energiekosten für Serverbauernhöfe haben, um für andere Videos spielen zu lassen, sind deutsche Klone seit geraumer Zeit im wildweiten Netz. Zum Thema kann ich den sehr lesbaren Blog über Digitalen Film empfehlen.

Eigentlich will ich hier mehr über Print- und Websynergien schreiben, gerade wegen meiner intensiven Arbeit mit Themenzeitungen, dazu bietet sich dieser Artikel über WatchBerlin ganz gut an, welcher ein Tag später in etwas korrekterer Form in der gedruckten Ausgabe auf Seite 11 zu finden war.

Toller Artikel, aber, es gibt keinen einzigen Hinweis im Text, dass Holtzbrinck hinter WatchBerlin steckt (mitsamt eigenen Serverbauernhof), wieder so eine Metamedien Blog-Kritik, aber, abgesehen davon bin ich vom Inhalt des Portals angetan, sogar Monsieur wirres hat seinen eigenen “Kanal”. Hier zeigt sich wie grosse Medienhäuser ihre Synergien nutzen können, obwohl der Leser kein Plan hat wer dahinter steckt.

Die Macher des Projekts sitzen in einem Bürogebäude in der Schützenstraße in Mitte, acht Leute gehören zum festen Kern.

Aha, also nicht diese hier oder die? Mal sehen wie der ROI sein wird, mit einer ansprechenden Aufmachung, weniger grauen Farbtönen und mehr unbekannten Gesichtern, könnte es in 5 Jahren profitabel werden. Ich weiss, what bleeds leads and what thinks stinks.

Apropos, ich war zwei Wochen im Urlaub, vornehmlich in San Francisco, alte Freunde besucht und die Natur in Yosemite genossen, gezeltet und sogar den Lembert Dome ohne Seil bestiegen.

Merkel Taktik

Mit einer Überweisung in die Gremien macht man gleich mehrfach Punkte:

Erstens, die Öffentlichkeit verliert rasch das Interesse. Prozesse haben den Vorzug, dass sie in der Regel viel Zeit in Anspruch nehmen, zumal wenn sie sich in Gremien abspielen.

Zweitens, indem man eine eigene Positionierung vermeidet, macht man sich unangreifbar. Die Konkurrenz kann einen nicht in die Pfanne hauen.

Drittens, dem in Deutschland so hochgehaltenen Multilateralismus wird Genüge getan.

Kann ich nur zustimmen, ohne klare Positionen verlieren die Bürger das Interesse und denken, dass Merkel ja Bier mit Bush trinken kann - entschieden wurde wenig bis nichts. Sie stillt somit das Bedürfniss ein netter Gastgeber zu sein.

via Kosmoblog

Polo Shirt Muss Sein

Mich wundert es überhaupt nicht, denn ich hatte gar kein Polo Shirt mit Logo an. Auch keine Seglerschuhe. Das sind die Braunen mit Lederschnürsenkeln. Wenn ich mit der S Klasse vor dem Walden in Frankfurt auffahren hätte können. Hätten alle geguckt.

Die Nacht war ruhig. Die U Bahn fuhr planmäßig. Es waren nur drei Stationen von der Wohnung meines Kumpels nach Sachsenhausen. Ein Jägerschnitzel und zwei Salate habe ich mir gegönnt. Wir waren um die 12 Leute. "Haben wir uns nicht schonmal gesehen". Es ist das Gefühl öfters irgendwo Zuhause zu sein und viele oberflächlich weniger zu kennen. Aber hier wird das Geld verdient. Reich aber langweilig und mit Zwängen.

Unschlagbar: 3,25 Stunden von Frankfurt nach Berlin, mit dem ICE Sprinter. Deswegen bin ich ja in hier: Eine freie unfertige Stadt in Deutschland mit Training für wurzellose. Polo Shirt ist ok, muss aber nicht sein und interessiert auch keinen.

Plogbar Treffen in Berlin

Morgen bei mir um die Ecke auf der Frankfurter Allee im Sanatorium ist die erste Plogbar in Berlin.

Zukunftsgespräche im Filmmuseum

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via serenelimchong

Beim 41. Zukunftsgespräch moderierte der altbewährte Alfred Eichhorn im Filmmuseum am Potsdamer Platz, zum verlängerten Titel "MySpace, YouTube, Second Life - Schönes neues Web 2.0?" Am Podium waren Markus Beckedahl von newthinking, Matthias Ehlert: Ko-Chefredakteur der Netzeitung, Claas van Delden von der Holtzbrinck Internet-Beteiligungsholding und Robin Meyer-Lucht, freier Unternehmensberater.

Ziemlich schnell wurde Hype in den Raum geschmissen. Xing erwirtschaftete 10 Millionen im letzten Jahr und ist 160 Millionen an der Börse wert. Auf jeden Fall haben drei Entwicklungen zum Web 2.0 geführt. Einmal die Bandbreite, die von Unternehmen wie Global Crossing forciert wurden und Outsourcing von Röntgenuntersuchungen nach Indien ermöglicht haben. Zweitens dieNutzererfahrung; mittlerweile telefoniert meine 68-jährige Tante im Netz. Drittens die grosse Anzahl von Web-Plattformen. Claasen verkündete stolz im Anschluss darauf, dass über 40 Millionen Bilder auf dem StudiVZ Server liegen.

[Keep on truckin...]

Bitte trennen

Dann schalte ich halt eine Anzeige in der Zeitung, knall das Plakat auf die Litfassäule und später kommt die Werung auf MTV. Kostenpunkt: 50,000 Euro. Streuverlust: 80%. Agenturen, alte Verlage und Medienhäuser sind auf der Suche nach neuen Methoden, wie sie ihre Zielgruppe effektiver erreichen können. Mit gedämpften Erfolg. Liegt wohl am Kontrollverlust.

Die Käuflichkeit der Blogger ist für viele noch undurchsichtig. Nicht zu unterschätzen sind Backchannel Bananen. Wobei die Anfangseuphorie der Blog-Gegenöffentlichkeit im Geist der Bürgerradios an Fahrt verliert, denn der Kapitalismus verleibt sich Blogs als billige Gesprächswerkzeuge ein, siehe Calvin Klein oder Edelmann, auch wenn der Inhalt erfunden oder oberflächlich ist, könnte man Heath & Potter einlegen,

Offenbar funktioniert der Kapitalismus bestens und stellt sich auch noch auf die Nachfrage nach konsumkritischen Produkten ein.

Tu est Allemagne Encore

Vor nicht allzulanger Zeit wurde eine Menge Holz in Clippings, Print Blah Auflage, über 77 Millionen TV-Zuschauer und 25 Millionen Radiozuhörer gepumpt und über 1 Mille (Stand 2006), mittlerweile über 2.9 Mille Einträge auf Google und

mehr als 8.000 Einträge von Privatpersonen in der Webgalerie und mehr als 1.000 Unterstützerunternehmen - so die Bilanz nach fünf Monaten „Tu est Allemagne“.

Als Webgalerist höre und staune ich, dass uns eine Neuauflage dieser Kampagne bevorsteht. Diesmal soll es sich vor allem um die Familie drehen. Ob Mme von der Leyen ihre Finger drin hat. Wenn die WM vorher gewesen wäre hätten können wenn nur das Geld woanders investieren können. Ich hätte da ein paar Ideen. Wenn eine nationalsozialistische Referenz gefunden wird, bitte wieder aufdecken!

re:publica '07 Flashback

Hut ab! Eine gelungene Konferenz mit grosser Strahlkraft. 10x mal besser improvisiert und authentisch als gelackmeiert à la bwl.

Hätte mir Urlaub nehmen müssen damit ich mehr geplaudert, getippt und gesehen hätte. Trotzdem habe ich viele neue Gesichter gesehen, vor allem weibliche Bloggerinnen, die die Nerd-Quote runterschraubten. Stimmung war entspannt, mit deutlich mehr Kuschel-Faktor.

Vergleicht man die re:publica mit der BlogTalk oder Les Blogs, lebte die Berliner Konferenz vom Publikum und der Interaktion mit den Inhalten und seltener mit profilierungsdrang oder kontroversen Aspekten; obwohl manche ein Stück digitale Wichtigteit an den Tag legten. Und wenn Technorati schon kaum genug kriegt, wäre eine Internationalisierung keine schlechte Idee.

Neu war die SMS-Wand. Hab mich noch entschieden ob ich mehr Kommunikationskanäle brauche. Vielleicht gibts ja eine getwitterte Second Life '08 Version 2.0. Ob die Tagesthemen dann Wissen was das alles bedeutet?

Vor allem wenn jetzt Geld verdient wird und alte Medien aufwachen. Vielleicht hilft das Erneuerbare Medien Gesetz (EMG). Und mit adical gibt es eine echte Alternative für Werbung in Blogs. In all den Diskussionen über wie und wann etwas Werbung ist: Transparenz ist wohl das wichtigste Stichwort. Achja, Holm, glaubst du, dass Power Point Karaoke beim next07 möglich wäre? Wenn nicht nach Hamburg, dann kannst du es bestimmt nach Japan exportieren!

Blogs und Symbole

Symbole schaffen Repräsentationen die als Schauspiel herhalten. Blogs sind digitale Symbole in der neue Identitäten geschaffen werden. Gut, dass Blogs Wirtschaftlichkeit verlangen, wobei ihre Stärke in der Freiheit, Fragestellung und Verlinkung liegt. Corporate Blogs sind ein Oxymoron. Vor allem die Suggestion der Ehrlichkeit ist ein Schauspiel. Macht einfach bessere Produkte! Graffiti stört die Reinheit der Symbole, das Unfertige stört die alte Schule des Marketings. Flugblätter sind Vorboten des Blogs. Wir sollten längerfristig mit Blogs planen.

Deutsche Welle Wills Wissen

Die DW-Medienforschung des deutschen Auslandsrundfunks untersucht ihr Angebot und fragt die Nutzer was zu verändern ist. Hier der Fragebogen.

Digitale Bohème: Berlins Hoffnung

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Es zieht Leute an. Die Mieten sind günstig. Berlin ist noch nicht fertig. Hier ist durchaus mehr gefühlte Freiheit. Neue Konzepte und Ideen werden kräftig erprobt. Hamburg hat Kaufleute. Frankfurt Banker. München Software. Stuttgart Autos. Alles schon ziemlich fertig und langweilig. Berlin ist pleite. Jetzt mal das Positive. Wieviel ist seit 1990 schon aufgebaut worden und wieviel ist schon entstanden!

Am Donnerstag Abend lud das Inforadio RBB zur Diskussion im Grünen Salon: Urbane Penner - Digitale Bohème - Ist das die kreative Elite Berlins?

Fazit. Rösinger forderte ein Grundeinkommen und erklärte, dass nichtkommerzielle Arbeit auch eine gesellschaftliche Relevanz besitzt: kulturelles Kapital. Und wenn Berlins Politiker von der neuen kreativen Elite schwärmen, sollten sie auch etwas dafür tun.

1. Gewerbeflächen die sowieso leer stehen für einen symbolischen Preis an die Digitale Bohème vermieten.

2. Berlin zum europäsichen Zentrum für Risikokapital emporheben. Neue Geschäftsmodelle unterstüzten die international Ihresgleichen sucht.

3. Bürokratieabbau. Elsterformulare auf Mac, erwägt Holm Friebe in der Diskussion. GmbH auf 5000 Euro Stammkapital runtersetzen. Nicht für jede Initiative gleich einen Beauftragten generieren.

Das Potenzial ist da. Der klassische Mittelstand à la Baden-Würtemberg kommt nicht wieder. Schering baut ab. Die Digiratis kommen. Politik und Wirtschaft arbeitet noch dran.

Jetzt mit Verdana!

Die Netzeitung lanciert fast zeitgleich mit Die Welt eine Überarbeitung, obwohl es bei der NZ wohl eher eine ästhetische Evolution ist.

Springers neue digitale Flagschiff hat ein paar mehr Ressourcen verwendet, vor allem für die Intergration von eigenen Podcasts, Welt-TV und Blogs. Die grossen Bilder im Artikel liefern "Zine-Gefühl" und die Zweite Meinung zu anderen Quellen ist vorbildlich, obwohl ein paar Jahre spät. Ich habe gehört, dass FAZ.NET ähnliches im Sommer 2009 plant.

Vor allem hat die NZ endlich eine neue Schriftart - sieht schwer nach der Verdanafamilie aus. Die Permalinks müssen noch aktualisiert werden und die Readers Edition ist jetzt im Schaufenster unter den Mediadaten platziert. Im Großen und Ganzen aber eine gelungene Evolution.

WatchBerlin ist Online

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Holtzbrinck pumpt Geld in WatchBerlin und will vom YouTube Klonen in Deutschland profitieren. Es sind auf jeden Fall gute Videos dabei. Ob es reicht ein MySpace Konto, volle Seite Print-Werbung im zitty und einer Mischung von TV-Verschnitt und leichtem Netz-Trash die Städte Deutschlands zu erobern? Mal sehen. Polylog ist seit längerem im Web und könnte für den Status der TV-Sendung Polylux durchaus aktiver sein. In der Umsetzung mit dabei sind: die AVE Gesellschaft für Fernsehproduktion mbH, Boogie Medien und TV1.de.

Dann heisst es halt "social"

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Verkehr in den letzten 6 Monaten. Dezember 2006 war schon besser

Eigentlich fing die Geschichte hoffnungsvoll an. Peter tourte das Land und gewann immer mehr Bürger für die Readers Edition. Nicht nur Autoren, vor allem engagierte Moderatoren, die sich aus einer Mischung von Studenten, freien Journalisten, Wissenschaftlern und Webzweinullern zusammensetzte. Die Netzeitung lud zum Frühstück ein und veranstaltete mehrere Arbeitskreise in der Albrechtstraße 10, meistens am Wochenende. Es wurde vorbildlich zugehört, auch vom Geschäftsführer Dönhoff. Es gab einiges zu lernen. Es gab ja 20 Millionen Redakteure zu gewinnen!

Viele glaubten an den Kosher-Journalismus im Web 2.0 Gewand, die Idee verschaffte der RE bei nationalen Auftritten Aufmerksamkeit. Ist auch wichtig. Moderatoren schlugen viel vor. Wir hatten ja alle einen Urblick und gute Vorschläge zur Verbesserung. Prozesse sind wichtig und vielmehr Leude, Leude, Leude. Fragt sich ob Leidenschaft im Journalismus über Trendsurfer und Plattformmittler überhaupt gedeihen kann?

Unkosten wurden gedeckt und eine Ausschreibung unter Moderatoren gab weiteren Schub. Sogar Opel wollte die RE in einem Schreibwettbewerb für sich begeistern. Aber Peter ging zu welt.de. Solveig zu spiegel.de. Beides ehemalige RE-Projektleiter. In der Zwischenzeit kauft der ehemalige NZ-Chefredakteur die junge RE. Hinzu kam ein Verlagshase mitsamt Blogspot-Konto und wie der Amerikaner sagen würde: "social media know how." Dann wurde die Blog Form zur Social Media umgetauft. Hey, sogar Microsofts Zune umhüllt sich mit "social."

Die Hoffnung des Bürgerjournalismus im zweiten Web ist eine Erweckung der informierten Gegenkontrolle - diesmal aber mit finanziellem Erfolg. Neue Modelle und Konzepte müssen her. Nun läuft der RE die Leidenschaft weg und hinzu noch das nötige Wissen von erfahrenen und jungen Mitstreitern, sowie einen Reputationsverlust in der Blogosphäre.

Damit die RE wieder ernst genommen wird, muss erstmal ein kompetenter Projektleiter ins Boot. Dann die besten Urmoderatoren aktiviert werden und eine bessere Auswahl in der Neueinstellung. Die RE braucht Menschen mit Leidenschaft und Leude die vom Konzept überzeugt sind. Keine Zufallsmitmacher und Unterhosenwichtel. Am allerwichtigsten sind klare Linien in der internen und externen Kommunikation und der damit resultierenden Transparenz.

Alles nicht so schlimm. Das Ziel ist weiterhin viele freie freie Redakteure zu gewinnen und die Marktführerschaft im "citizen j" und "social media" zu erlangen. Mein Tipp. Die meisten Verpackungen haben ein früheres Verfallsdatum wenn der Inhalt nicht mehr haltbar ist und ihn dann sowieso keiner essen will.